Ausbildungsabschnitt I

Selbst-Bewegungen
Quellen unbewusster Ressourcen

Der Gegenstand einer, den Körper mit einbeziehenden systemischen Therapie ist die ’Selbst-Bewegung’ des Klienten als umfassende und durchgängige Einheit des Erlebens. Das Unbewusste sendet in kreativer Form laufend Signale verschütteter Selbstanteile aus, deren Führung sich der körperintegriert arbeitende systemische Therapeut mit großer Sicherheit überlassen kann.

Die minimalen psychophysiologischen und affektmotorischen Regungen innerhalb relevanter Interaktionen werden hier zu Quellen vorhandener, aber meist unbewusster Ressourcen. Der Therapeut nimmt so eine Haltung ein, die der eines Forschungsreisenden ähnlich ist, in der mit dem Klienten eine gemeinsame Expedition durch eine noch weitgehend unbekannte Seelenlandschaft unternommen wird.

Methoden:
Bewegungsbilder und Handlungsproben, Kleinkind und Emotionen, Blick und Berührung, Psychomotorische Schemata, die Bedeutung von Bindung.

 

Lösungsbewegungen
verkörperte Lösungen

Die choreographische Darstellung von Beziehungen stellt eine Möglichkeit dar, festgefahrene Beziehungssituationen zu Verlebendigen und verkörperte Lösungen in den Beziehungsalltag zu integrieren. Indem die beteiligten Personen ihr Beziehungserleben choreographisch darstellen und über diese Darstellung hinaus in einen energetischen Kontakt treten, der über das alltägliche Beziehungsgeschehen hinaus geht, können sie sich in einer neuen, bisher unbekannten Weise berühren. Wenn die Lebensenergie im Körper ungehindert fließen kann, werden die Selbstheilungskräfte des Menschen auf allen Ebenen geweckt und zur schöpferischen Gestaltung verfügbar. Die hieraus entstehende lustvolle Bezogenheit auf die Umwelt ist das tiefere Ziel der Arbeitsweise.

Methoden:

Beziehungschoreographie, Lösungen in Bewegung, Energetischer Kontakt, Lustvolle Bezogenheit.

 

Emotionen
Integrieren statt Entladen

Ein entscheidender Schritt bei der Integration des Körpers in das therapeutische Geschehen ist es, das energetische Niveau zu erhöhen. Gefühle sind immer auch ein energetisches Geschehen, ein mehr oder weniger energievoller Ausdruck. Sie gehören in die Begegnung mit den Bezugspersonen und in die relevanten Problemkontexte integriert und nicht im Therapieraum entladen. Das bedeutet, dass sie in den Kontexten verlebendigt und als Schlüssel für Wachstum, Entwicklung und Veränderung genutzt werden müssen, in denen sie entstanden sind. Gelingt es dem Klienten, in der Konfrontation mit den überfordernden Kontexten auf seine emotionalen Kompetenzen zuzugreifen und die Situation aktiv zu gestalten, kann die Erfahrung von Ohnmacht durch das Erleben von Wahlfreiheit und Kompetenz ersetzt werden.

Methoden:
Energiebegriff, Ladung und Entladung, Spannung und Pulsation, emotionale Intelligenz

 

Supervision

Die drei Seminare des ersten Ausbildungsabschnittes werden durch drei Supervisionsseminare begleitet. Die Supervisionsseminare begleiten die Umsetzung der Seminarinhalte in die therapeutische Tätigkeit der Ausbildungsteilnehmer. Hierbei versuchen wir dem Auszubildenden körperintegriertes Arbeiten so zu lehren, dass dieser befähigt wird, die individuelle Geschichte, Identität und Lebensfreude seiner Klienten zu fördern.

 
Zertifizierung

Nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung (Teil I) erfolgt eine Teilnahmebescheinigung über Inhalt und Umfang der absolvierten Weiterbildung durch die Gesellschaft für Systemische Therapie und Beratung (GST GmbH).

 

Ausbildungzeitraum und Kosten

Die Weiterbildung (Teil I) umfaßt einen Zeitraum von 10 Monaten und findet in drei Blockseminaren zu je drei Tagen (im Seminarhaus, Informationen unter www.seminarhaus-neu-schoenau.de, Vollpension ab € 55,- pro Übernachtung) und drei Fallseminaren zu je zwei Tagen (in Berlin) statt. Die Teilnahmekosten von € 2.100,- verstehen sich inkl. Supervision und Selbsterfahrung und werden in 12 Monatsraten zu je € 175,- eingezogen. Die Teilnahme an einem Seminar (€ 165,-) verpflichtet nicht zur Teilnahme an der gesamten Weiterbildung.

weiter zu Abschnitt II