SYSTEM UND KÖRPER

Kreative Methoden in der systemischen Praxis


4. Berliner Kongress vom 15. bis 17.10.2015

In bewährter Form haben wir eine Plattform für Vernetzung, Wissens- und Erfahrungsaustausch von Personen geschaffen, die den Körper, erlebnis- und erfahrungsorientierte Ansätze in den unterschiedlichsten Varianten in ihre systemische Praxis integrieren wollen. Die Tagung hat stattgefunden im Rahmen von Mini-Max-Lectures, Workshops und reichlich Zeit für Begegnung auf dem schönen Campus der GLS (Kastanienallee 82, 10435 Berlin) im Herzen von Berlin Prenzlauerberg mit 250 Teilnehmern. 

KongressfilM

Kongresslied

 


 

TAGUNGSPROGRAMM

Donnerstag 15.10.2015

12:00 – 13:30 Einchecken

14:00 – 15:00 Einführung
András Wienands, Johanna Seiler, Mahta Ghanean, Christa Cocciole

15:00 – 16:00 Mini-Max-Lectures
Katinka Unger und Mischa Strassner, Marlene Fellner, Anett Renner, Ella Amann, Robert Anatol Stein

16:00 – 16:30 Pause

16:30 – 17:30 Mini-Max-Lectures
Carina Bründlinger, Bärbel Smilka-Weier und Günter Weier, Kay Grothusen, Sabine Sundermeyer

17:30 – 18:00 Pause

18:00 – 19:00 Mini-Max-Lectures
Joseph Richter-Mackenstein und Jessica Casanova, Frauke Nees und Petra Daiber, Gudrun Bassarak, Boris Laaser, Stefan Schäkel

Freitag 16.10.

09:00 – 09:30 Beginn, Verteilung auf die Workshops

09:30 – 13:30 Workshops

  •  Katinka Unger und Mischa Straßner: Mein Sex, dein Sex – unser Sex
  • Andrea Steckel: Unwillkürliche Bewegungen als Ressourcen in der Stress- und Traumaheilung - TRE - Trauma Releasing Exercises
  • Marlene Fellner: IFS – Systemische Therapie mit der „Inneren Familie“ nach Richard C. Schwartz
  • Anett Renner – Systemische Achtsamkeit – Stress, Konflikte und Gefühle ressourcenorientiert gestalten
  • Mike Lehmann: Zwangsberatung - Die Mär der Freiwilligkeit und "Beratungsresistenz". Systemisches Arbeiten auf Anweisung des Familiengerichtes
  • Ella Gabriele Amann: Resilienzförderung nach dem Bambus-Prinzip 
mit Interventionen aus der Angewandten Improvisation
  • Bettina Berger: Hakomi - dem Körperwissen auf der Spur
  • Johanna Seiler: A Cappella Improvisation
  • Mahta Ghanean: Lachyoga
  • Robert Anatol Stein: Drei Statt Dry

13:30 – 15:00 Pause

15:00 – 15:30 Verteilung auf die Workshops

15:30 – 19:30 Workshops

  • Carina Bründlinger: Systemische Foto-Therapie - "Forget how it looks like. How does it feel?“
  • Bärbel Smikalla-Weier und Günter Weier: Wunden im Familiengefüge heilen – Das Konzept von ‚holes in roles’ der körperorientierten Psychotherapie nach Albert Pesso
  • Christa Cocciole: Körperachtsamkeit oder "Embodiment" in der Systemischen Therapie
  • Dirk Schöwe: Der Gesprächskompass des Systemischen Aggressions-Managements© bei Flauten, Böen und Stürmen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
  • Johanna Seiler: A Cappella Improvisation
  • Mala Ullal: Bauchgefühle – Ein Workshop für Frauen
  • Sabine Sundermeyer: Die überfließende Frau – Körperwissen, Lust und Selbstachtung
  • Kay Grothusen: Choreografische Interventionen öffnen Möglichkeitsräume
  • Peter Frank und Jan Pliszewski: GeTheDe – ein Gruppentherapeutisches Design für sozialunsichere / ausgegrenzte Kinder (8-12 Jahre) mit interaktiven Elementen und Selbsterfahrungsanteilen
  • Boris Laaser: Systemische Visionsarbeit – unsere genialen Fehler

Ab 20:00 Kongressparty

Samstag 17.10.

9:30 Beginn, Verteilung auf die Workshops

10:00 – 14:00 Workshops

  • Joseph Richter-Mackenstein und Jessica Casanova: Mit Familien körperlich werden – Einblicke in famlieninklusive systemisch-psychomotorische Arbeit mit Kindern
  • Frauke Nees und Petra Daiber: Bringen Sie Ihren inneren Kritiker zum Lachen!
  • Johanna Seiler: A Cappella Improvisation
  • Julia Lohmann: Dein Körper in der Psychotherapie
  • Stefan Schaekel: Sprechende Wände – Ein Integratives Medium zur Prozessbegleitung
  • Gudrun Bassarak: Drachenei und Elfenspiegel – systemisch-musiktherapeutische Techniken für die therapeutische Praxis
  • Julia Zeman: Sag's durch die Puppe! Handpuppen als kreatives Kommunikationsmedium in Therapie und Beratung

14:00 Tagungsende

 

WORKSHOPS

Freitag 16.10., 09:30-13:30

Mein Sex, Dein Sex – unser Sex!

Workshop zur „Sexualtherapie des Begehrens“
Wie viel wissen wir eigentlich wirklich von den sexuellen Wünschen und Phantasien unserer Partner? Leben nicht die meisten von uns früher oder später einen kleinsten gemeinsamen sexuellen Nenner? Und häufig verblasst mit der Zeit sogar das Bewusstsein für die einst so vielen Facetten des eigenen Begehrens. Aus Sorge, dass sich mein Partner von meinen Wünschen unter Druck gesetzt fühlen könnte oder sie gar für abstoßend hält, sage ich lieber nichts. Denn wie würde ich reagieren, wenn mein Partner plötzlich eine Sexualität einfordert, die mich möglicherweise bedroht oder überfordert?
Sexuelle Unterschiede können Angst machen. So sehr, dass Menschen manchmal lieber sogar ganz auf Sexualität verzichten, um die Komfortzone ihrer Intimität um jeden Preis zu schützen. Wenn Ängste eine offene Kommunikation erschweren, kann die therapeutische Praxis eine spielerische Plattform bieten.
Wir laden herzlich zum Mitspielen ein!

Katinka Unger arbeitet als Systemische Therapeutin in Berlin.
Mischa Straßner lehrt Systemische Beratung.


Unwillkürliche Bewegungen als Ressourcen in der Stress- und Traumaheilung - TRE - Trauma Releasing Exercises

Die neuesten Erkenntnisse der Psychobiologie und Neurowissenschaften führen zu einem erweiterten Verständnis von Stress und traumatischen Erfahrungen. Das Herausarbeiten der wechselseitigen Abhängigkeit unserer autonomen Körperantworten und unserer neurologischen Prozesse legt die Grundlage für die Notwendigkeit der Einbeziehung des Körpers, bei der Stress und Traumaverarbeitung. Denn ungeachtet dessen, ob Stress oder Trauma körperlich, kognitiv oder emotional sind, manifestieren sie sich in unserem Körper. TRE verbindet diese Erkenntnisse zu einem neuen Umgang mit Stress und Trauma, in dem es die natürlichen (Selbst-) Heilungsprozesse des Körpers aktiviert. Auf die theoretische Einführung folgt die praktische Erfahrung.
Die TRE-Übungsserie wird in Großgruppen sowie zur Inividualbegleitung von ausgebildeten KollegInnen kurativ wie präventiv eingesetzt.
Vorkenntnisse nicht erforderlich, bitte bequem anziehen und ein kleines Kissen, sowie eine Decke mitbringen

Andrea Steckel Dipl. Soz.-Arb., Heilpraktikerin, MediAkupress-Therapeutin, Trainerin für TRE


IFS – Systemische Therapie mit der „Inneren Familie“ nach Richard C. Schwartz (USA)

Die einfachen Techniken dieses Therapiemodells und seine wertschätzende Haltung bieten einen achtsamen Weg zu Entlastung und Heilung. Ziel ist es, ein Gleichgewicht herzustellen zwischen den sich oft bis zur Lähmung zankenden inneren Anteilen, die sich aufgrund der Lebensumstände in der Kindheit notwendigerweise ausgebildet haben, diese von ihren damals sinnvollen, heute aber hinderlichen, extremen Rollen zu befreien und sie neu zu organisieren. Die Berührung mit dem eigenen unverwundbaren Kern und seiner Weisheit bewirkt erstaunliche Veränderungen in der Symptomatik und dem Umgang mit Anderen und verhilft außerdem zu innerem Frieden und Kontakt zu Spiritualität.

Marlene Fellner systemische Beraterin und Therapeutin, HP für Psychotherapie, Leitung des IFS-Instituts in München, Trainerin der GST München, arbeitet seit vielen Jahren in eigener Praxis.


Systemische Achtsamkeit – Stress, Konflikte und Gefühle ressourcenorientiert gestalten

Was ist Systemisches Emotions Ressourcen Management (SEM/SRM), warum ist es erforderlich (Zunahme destruktiver Phänomene, wie chronischer Stress, Burnout, Mobbing, innere Kündigung) und wie lässt es sich umsetzen, wird im Workshop erlebnisnah erarbeitet. Das Systemische Emotions RessourcenManagement ist ein leichtes Diagnostik- und Umsetzungskonzept zum Beschreiben und Gestalten von konstruktiven und (Bewältigen von) destruktiven psychischen Prozessen im Kontext von Mensch und Arbeit, vielfältig anwendbar für Beratung/Therapie, Coaching und Organisationsentwicklung. Säulen von SEM/SRM sind Konzepte der Salutogenese, der Resilienz, der systemischen (Psycho)Somatik, der Hypnosystemik, eine ressourcenorientierte Haltung sowie praxistaugliche Tools.

Anett Renner (Dipl.Psych.), Syst. Beraterin/Coach/Supervisorin/Lehrtherapeutin (DGSF), berät Menschen, Teams, Groß- und mittelständische Unternehmen zu Motivations-, Führungs- und Gesundheitsfragen, Coaching-/ Therapiepraxis www.coaching2go.de Leitung Institut für systemische Achtsamkeit, www.sacht-institut.de


Zwangsberatung - Die Mär der Freiwilligkeit und "Beratungsresistenz"

Systemisches Arbeiten auf Anweisung des Familiengerichtes: Eine Mutter / ein Vater kommt zu uns in die Beratung, will aber nichts von uns, außer die Bestätigung, dass sie / er da war und eine Bestätigung, dass der andere Elternteil es viel nötiger hat.
In diesem Bereich des systemischen Arbeitens haben wir es oft mit abgebrochenen Beratungen (nicht nur von den Klienten), mit vermeintlich "beratungsresistenten" Eltern, mit vielen Affekten und mit viel Leid zu tun. Oft ist die erste nützliche Idee, die dem Berater einfällt, die Idee aufzugeben.
Im Workshop werden wir uns mit den hochstrittigen Protagonisten des familiengerichtlichen Kontextes auseinandersetzen. Wir werden über Haltungen diskutieren und nützliche Interventionen ausprobieren. Wir werden unsere inneren Überzeugungen und Bedürfnisse auf den Prüfstand stellen. Wir werden versuchen, nützliche Angebote in den individuellen Berufsalltag der Teilnehmer zu transferieren, um die Handlungsräume von Praktikern zu erweitern.

Mike Lehmann Dipl.-Psych., Lösungsorientierter Sachverständiger im Familienrecht, Syst. Therapeut/Familientherapeut (DGSF), Syst. Kinder- und Jugendlichentherapeut, Coach und Dozent


Resilienzförderung nach dem Bambus-Prinzip 
mit Interventionen aus der Angewandten Improvisation

Wie können wir Veränderungsprozesse kreativ, einfach und lustvoll gestalten? Indem wir von der Weisheit des Bambus lernen. Auch in stürmischen Zeiten vermag er sich durch seine tiefe Verwurzelung, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit nur zu beugen, aber nicht zu brechen. 
Die Teilnehmer lernen ausgewählte Körperübungen aus dem Bodybliss-Training und Interventionen aus dem Improvisationstheater kennen, mit denen sie ihre persönliche und die Widerstandskraft ihrer Klienten - im Umgang mit Krisen, Stress und Seelischen Belastungen - stärken können. 
Go with the flow!

Ella Gabriele Amann arbeitet seit 1996 als selbständige Beraterin, Trainerin, Systemischer Coach und Familientherapeutin. Ihre Schwerpunkte bilden, neben der Betrieblichen Gesundheitsförderung, die Umsetzung interaktiver 
Trainingsformate zu den Themen Kommunikation, Leadership, Embodiment und Resilienz. 
 www.resilienzforum.com | www.impro-live-akademie.com


Hakomi – dem Körperwissen auf der Spur

Der Körper ist die Bühne, auf der unser emotionales Leben stattfindet, und gleichzeitig ist er Ort der Erinnerung: hier sind all die Erfahrungen gespeichert, die wir in unseren ersten sozialen Systemen gemacht haben, gleich einer inneren Landkarte über uns und die Welt. Hakomi ist eine auf Achtsamkeit basierende Körperpsychotherapie-Methode. Sie nutzt das Erkunden von gegenwärtiger körperlicher Erfahrung, um die Ursprünge selbstverständlich gewordener Denk- und Verhaltensmuster erlebbar zu machen. Es entsteht ein Raum, in dem es möglich ist wesentliche Einstellungen zu sich und zur Welt wahrzunehmen und zu verändern.
Bitte eine Decke oder ein großes Handtuch und ein Kissen mitbringen.

Bettina Berger Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, zertifizierte Hakomi-Therapeutin und Lehrtherapeutin am HAKOMI Institute of Europe. In eigener Praxis tätig.


A Cappella Improvisation

Dieser Workshop ist praxisorientiert ,Vorkenntnisse sind NICHT erforderlich! Das gemeinsame improvisierte Singen spannt einen Raum auf, der Begegnung, freudvolle musikalische Kommunikation & einen mit der Zeit „unzensierten“ Selbstausdruck ermöglicht: Aus dem Moment heraus entstehende Melodien, Geräusche & Rhythmen werden sich zu einzigartigen Musikstücken verweben. Stimmliche, körperliche & gedankliche Blockaden werden spielerisch sukzessive losgelassen, das Vertrauen in & die Freude über die eigene authentischen Aussagekraft gestärkt. Die hier gesammelten Erfahrungen sind übertragbar auf unser Auftreten & unsere Interaktion mit Menschen im Alltag.

Johanna Seiler Dipl.Pianistin, Komponistin, VocalArtist, Coach f. Stimmentfaltung & Improvisation (Kurse & Circle Song Events europaweit - an Musikhochschulen, psycholog. Instituten, als Management-Training, auf Kongressen). Langjähr. Erfahrung in u.a. Systemischer Therapie & SoundHealing.


Grundlos Lachen – warum eigentlich nicht?

Lachen kann als universelle, personen- und kulturübergreifende Ressource und als wirkungsvolles therapeutisches Instrument genutzt werden. Wie in der experimentellen Psychologie und der Embodiment Forschung bereits gezeigt, löst der bloße motorische Akt des Lachens zahlreiche, körperliche und psychische Prozesse aus, die gesundheitsförderlich sind. Eine Verbesserung der Stimmung, vertiefte Atmung, herabgesetzter Cortisolspiegel und die Stimulation der Tiefenmuskulatur, sind nur einige nennenswerte, vorteilhafte Effekte. Es gibt also einige Gründe völlig grundlos zu Lachen. In diesem Workshop werden Sie bei der Durchführung von „Lachübungen“ am eigenen Leib erfahren und verstehen wie das funktioniert. Es wird bizarr, albern, merkwürdig und peinlich. Aber es wirkt!

Bitte bequem anziehen und eine Decke mitbringen.

Mahta Ghanean Dipl.-Psych./ HP Psych., Fitnesstrainerin, Systemisch körperintegrierende Psychotherapeutin (GST), Yoga-, Lachyoga- und Meditationslehrerin


Drei Statt Dry – ein systemisch orientiertes Verfahren zur Reduktion der Alkoholabhängigkeit

Moderne Therapieansätze zur Behandlung der Alkoholsucht versuchen zunehmend den Umgang mit Alkohol zu normalisieren statt selbigen aus dem Leben zu verbannen – mit ermutigenden Ergebnissen. Systemisch-paradox fordert „Drei Statt Dry“ sogar dazu auf „Trink doch, soviel Du magst!“ in der festen Überzeugung, dass nur da die Selbstregulation wieder erlernt werden kann, wo auch selbst reguliert werden darf. Wie das praktisch funktionieren kann, soll im Workshop anschaulich vermittelt werden, sowie ein einfaches Suchtmodell, das jeder im Alltag auf die Probe stellen kann. Weiter erwartet die Workshopteilnehmer eine systemische Strukturaufstellung als Gruppenarbeit zur Verdeutlichung der Alkoholabhängigkeit aus Sicht des Betroffenen, sowie ein interessantes „Trinkexperiment“.

Robert Anatol Stein Dipl.-Ing., Systemischer Coach & Systemischer Körperpsychotherapeut, selbst 25 Jahre von Alkoholabhängigkeit betroffen.


Freitag 16.10., 15:30-19:30

Systemische Foto-Therapie - "Forget how it looks like. How does it feel?"

Fotos können ein Ausdruck von Gefühlen, Wünschen, Träumen und Phantasien sein. Sie transportieren einen metaphorischen Ausdruck der "inneren Landkarte" nach Außen - genau das macht sie für Beratung und Therapie nutzbar und interessant. Die Arbeit mit Selbstportraits, Fotoprojektionen oder Familienalben kann dazu dienen, Gefühle, Erinnerungen, Erfahrungen und andere Botschaften an die Oberfläche zu bringen. Was die Arbeit mit Fotos bewirken und wie das entsprechende methodische Handwerkszeug in der Praxis eingesetzt werden kann, können Sie in diesem Workshop erfahren und selbst ausprobieren. Alle TeilnehmerInnen sind herzlich dazu eingeladen selbst Bilder mitzubringen, die für sie bedeutsam sind.

Carina Bründlinger Dipl. Pädagogin (Erziehungswissenschaften), systemische Therapeutin (DGSF), HP für Psychotherapie (HPG)


Wunden im Familiengefüge heilen – Das Konzept von ‚holes in roles‘ der körperorientierten Psychotherapie nach Albert Pesso

Jedes Kind spürt den mächtigen Impuls, ungerechte Familiensituationen oder das Leid der Eltern auszugleichen. Im Workshop fragen wir die TeilnehmerInnen: Für wen hast Du gesorgt? Oder: Was hast Du als ungerecht erlebt? In kleinen „Live-Therapie“-Einheiten inszenieren wir „Filme“ mit Rollenspielern, aber nicht von der realen Situation, sondern von der, die das Kind gebraucht hätte. Die TeilnehmerInnen können erfahren, wie es sich angefühlt hätte, wenn nicht sie als Kind den benachteiligten oder traumatisierten Elternteil hätten versorgen mussen. Es kann zu einem Zugewinn an Energie kommen und zu einer Überwindung von Helferstruktur, Burn-out-Syndrom, nicht nehmen können, Schuldgefühlen, Depressionen usw.

Bärbel Smikalla-Weier ist Pianistin und Klavierlehrerin. Sie hat in Psychologie promoviert und arbeitet als Heilpraktikerin fur Psychotherapie.
Gunter Weier ist promovierter Diplom-Psychologe und ist als Psychologischer Psychotherapeut fur Einzel- und Gruppenpsychotherapie tätig.


Körperachtsamkeit oder "Embodiment" in der Systemischen Therapie

Der Workshop beleuchtet Wege, wie wir Klienten zur Präsenz im eigenen Körper verhelfen können. Anhand praktischer Übungen werden die Teilnehmer am eigenen Leib erfahren, wie unsere inneren und äußeren Bewegungen zusammenhängen und Anregungen erhalten, wie sie ihre Arbeit mit Einzelnen und Gruppen körperorientiert anreichern können. Wir werden durch Übungen und Reflexion Möglichkeiten aufzeigen bewegte Ansätze in die eigenen Praxis einzubauen. Abhängig vom Bedarf und Interesse der Teilnehmer wird die Arbeit mit spezifischen Klienten- bzw. Patientengruppen vertieft, z.B. Trauma, Borderline und Depression. Jedes Level an Vorkenntnissen und jede Fertigkeit in Körper- und Bewegungsarbeit ist willkommen. Es ist möglich, eigene Fallgeschichten mitzubringen, um daran zu arbeiten.

Christa Cocciole (USA/D) hat als Tänzerin/Choreografin und als Systemische Therapeutin (DGSF, BAs in Tanz/Psych.) über 20 Jahre Arbeitserfahrung. Derzeit arbeitet sie bei der Fliedner Klinik Berlin und in privater Praxis, u.a. als Bewegungstherapeutin und DBT Skills Trainerin. www.christacocciole.com


Der Gesprächskompass des Systemischen Aggressions-Managements© bei Flauten, Böen und Stürmen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen

Kreatives Begegnen in den unterschiedlichsten Beratungssituationen benötigt Orientierung für den Berater und den Klienten. Die Anwendung des Gesprächskompasses, in Kombination mit der AggressionsAcht© und den Prinzipien des SAM© wird in diesem Workshop vorgestellt und trainiert. Ziel ist es, in der Vielfalt von Gesprächssituationen, mit denen wir uns tagtäglich konfrontiert sehen, zielführend dienlich zu sein.

Dirk Schöwe Psychomotoriker, systemischer Sozialtherapeut, Coach und Supervisor, Mitbegründer, Ausbildungsmanagement und Geschäftsführer des Instituts für Systemisches AggressionsManagement (ISAM). Entwickler des acht●SAM©-Konzeptes.


A Cappella Improvisation

Dieser Workshop ist praxisorientiert ,Vorkenntnisse sind NICHT erforderlich! Das gemeinsame improvisierte Singen spannt einen Raum auf, der Begegnung, freudvolle musikalische Kommunikation & einen mit der Zeit „unzensierten“ Selbstausdruck ermöglicht: Aus dem Moment heraus entstehende Melodien, Geräusche & Rhythmen werden sich zu einzigartigen Musikstücken verweben. Stimmliche, körperliche & gedankliche Blockaden werden spielerisch sukzessive losgelassen, das Vertrauen in & die Freude über die eigene authentischen Aussagekraft gestärkt. Die hier gesammelten Erfahrungen sind übertragbar auf unser Auftreten & unsere Interaktion mit Menschen im Alltag.

Johanna Seiler Dipl.Pianistin, Komponistin, VocalArtist, Coach f. Stimmentfaltung & Improvisation (Kurse & Circle Song Events europaweit - an Musikhochschulen, psycholog. Instituten, als Management-Training, auf Kongressen). Langjähr. Erfahrung in u.a. Systemischer Therapie & SoundHealing.


Bauchgefühle - ein Workshop für Frauen

„Ich bin es unendlich leid, meinen Bauch einzuziehen und mich dafür zu schämen wie ich bin. Stattdessen möchte ich ganz da sein und Raum einnehmen. Groß, voll und satt.“ Vielleicht kennt ihr diese Gefühle der Scham und die Sehnsucht, ganz da zu sein? In diesem Workshop möchte ich zusammen mit euch einen heilsamen Raum kreieren, in dem wir voll und ganz da sein können. Auch unsere ungeliebten Anteile der Scham, der Wut, der Angst und des (Selbst-)Hasses sind willkommen. Wir geben uns die Erlaubnis ganz da zu sein und bezeugen einander in unserer einzigartigen Schönheit. Bewegung, Stimme, Stille, Ritual, Zeugen- und Schwesternschaft werden uns dabei unterstützen.

Mala Ullal ist Mitbegründerin von Essence Movement (www.essence-movement.de) sowie die Gründerin und Geschäftsführerin der Vervelan GmbH (www.vervelan.com).


Die überfließende Frau – Körperwissen, Lust und Selbstachtung

Dieser Workshop für Frauen ist inspiriert durch die Bücher "Weibliche Ejakulation und der G-Punkt" von Deborah Sundahl und "Das Tor ins Leben" von Grit Scholz. Worte werden gesucht und gefunden. Bilder entstehen. Ein neuer achtsamer, heilsamer Blick für die weiblichen Geschlechtsorgane wird möglich. Schönheit und Vielfalt bekommen eine neue Bedeutung. Methoden der Sexualpädagogik werden vorgestellt und erlebt. Was bedeuten unsere Erkenntnisse für Mädchen und junge Frauen heute? Wie wird der Körper (immer wieder) zum Ort der Wertschätzung und Freude? Gespräch, Musik, Kreativität – traut euch!

Sabine Sundermeyer Jahrgang 64, Dipl.-Religionspädagogin, Referentin für Gender- und Sexualpädagogik, interkulturelles Lernen und Diversity, SAFE®-Mentorin, www.sabine-sundermeyer.de


Choreografische Interventionen

Der Workshop aktiviert schöpferische Potentiale und stärkt den Umgang mit schwierigen Situationen und Veränderungsprozessen. Ein lustvoller Lern-und Erlebnisraum eröffnet neue Handlungsmuster und erweitert Kommunikationskompetenzen. Choreografieren wird hier als ein künstlerischer Prozess verstanden, der die Vielfalt des Erlebens und die Unterschiedlichkeit der Teilnehmer wahrnehmbar werden lässt um gemeinsam Neues zu erschaffen. Die Reflexion dieses Entstehungsprozesses ermöglicht einen Transfer in Alltag und Beruf. Dieser Workshop bietet Anregungen sowohl für die Arbeit mit Gruppen als auch mit einzelnen Klienten.

Kay Grothusen Tischler, Tanzpädagoge, Choreograf (Theaterhochschule Amsterdam), Kommunikationstrainer (artop-Institut an der HU), Qigong Kursleiter (DQGG) Seit 1993 freiberuflich als Choreograf, Trainer, Performer und Dozent in Deutschland und international tätig.


GeTheDE – ein Gruppentherapeutisches Design für sozialunsichere/ ausgegrenzte Kinder (8-12 Jahre)

In diesem Workshop wird unser gruppentherapeutisches Design für unsichere und/oder ausgegrenzte Kinder vorgestellt. Es ist handlungsorientiert und zielt auf das Erleben der acht - bis zwölfjährigen Kindern. Daher liegt auch der Schwerpunkt des Workshops auf dem Erleben und Ausprobieren ausgewählter Methoden. Ihr werdet Euch bewegen, malen, basteln und spielen und euch in deiner Selbstwirksamkeit in einer Gruppe erleben. So lernt Ihr den "Talking Stick" und "Magic Stick" kennen und findet Euer persönliches Krafttier. Der Workshop bietet Euch die Möglichkeit wirksame Methoden und Rituale für die Arbeit mit den Kindern an Euch selbst zu erfahren, zu erleben und auszuprobieren. Alle vermittelten Methoden und Rituale könnt Ihr gut in Euren Arbeitsalltag einfließen lassen.

Peter Frank Erzieher, Familientherapeut (DGSF), systemischer Kinder- und Jugendlichentherapeut (GST), Kunsttherapeut (AgK), seit 2008 in eigener Praxis in Fürth/Bayern, viele Jahre in unterschiedlichen Bereichen der Jugendhilfe tätig.

Jan Pliszewski Erzieher, Sozialpädagoge, Alpinpädagoge.


Systemische Visionsarbeit - unsere genialen Fehler

"Wir sind schöpferische Genies. Wir spielen im Sand und backen Kuchen, erleben hautnah unglaubliche Autocrashs und fliegende Raumschiffe. Dann werden wir erwachsen und sagen, wenn wir gefragt werden, ob wir kreativ und schöpferisch sind, zumeist: "Nein". Was für ein seltsamer Vorgang. Nundenn, ich möchte das Genie in uns wieder herauslocken und einladen, zum konsequenzlosen Generieren genialer Fehler. Nicht nur im therapeutischen Setting, auch im Gruppencoaching oder in der Organisationsberatung sind diese kreativen Methoden ein wertvolles Werkzeug und wirkungsvoller Impact.

Boris Laaser Kommunikationssoziologe und Systemischer Organisationsentwickler, Coach und Therapeut. Seit 18 Jahren leitet er international Projekte, seit 2006 speziell als soziokulturelle Intervention in Krisenregionen oder in entwicklungspolitischem Umfeld. Seine Visionsentwicklungsarbeit setzt er auch für Unternehmen im Bereich Krisenkommunikation und -prävention ein. Als systemischer Körperpsychotherapeut arbeitet er mit Einzelklienten und Paaren in eigener Praxis in Berlin-Mitte.


Samstag 17.10., 10:00-14:00

Mit Familien körperlich werden - Einblicke in die familieninklusive systemisch-psychomotorische Arbeit mit Kindern

Die Arbeit mit und am Körper ist in der systemischen Therapie mehr und mehr angekommen; ebenso wie die familieninklusive Arbeitsweise. Beides mag sich also etablieren, wobei noch immer großer Bedarf darin zu bestehen scheint geeignete Methoden und Konzepte in die Praxis fließen zu lassen. In diesem Kurs soll und wird es darum gehen Methoden vorzustellen, welche entwicklungsfördernde Beziehungsweisen unterstützen. Dabei werden wir uns das symbolische Spiel anschauen, aber besonders Wert legen auf die Arbeit mit dem und am Körper in der Eltern-Kind-Interaktion.

Prof. Dr. Joseph Richter-Mackenstein Dipl. Psychologe, staatl. gepr. Motopäde/Mototherapeut, Systemischer Therapeut (SG). Professur für psychosoziale Beratung und Diagnostik an der FH Kiel.
Jessica Casanova M.A. B.A., u.a. Motologin (MA), Lehrerin (CEP), NLP- Practitioner. Arbeitet als Psychomotoriktherapeutin (Motologin) und als Lehrerin in einer Grundschule in Luxemburg.


Bringen Sie Ihren inneren Kritiker zum Lachen!

Der ressourcenorientierte Ansatz ermöglicht durch Methoden, mit denen Schauspieler trainieren, die Entwicklung von Kreativität, Kooperationsbereitschaft und Veränderungskompetenz. Spielerisch treten die Teilnehmer in Kontakt mit sich und anderen. Sie steigen aus alten Mustern aus, indem sie in andere Rollen schlüpfen und eine neue innere Haltung erfahren. Kreativität ist eine unerlässliche Bedingung für jede Form von Veränderung und Innovation. Sie zählt zu den wertvollsten Ressourcen bei der Erschließung neuer Wege.

Frauke Nees Dipl.-Psych., Personzentrierte Gesprächspsychotherapie (GwG), Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie (PITT) nach Reddemann, Tango Argentino und Improvisationstheater. Freiberufliche Trainerin u.Coach in Unternehmen und im psychosozialen Bereich. www.frauke-nees.de
Petra Daiber Dipl.-Psych., Ergotherapeutin, Klinik-Clown. Freiberufliche Trainerin, Moderatorin u. Coach in Unternehmen und im psychosozialen Bereich. www.petra-daiber.de


A Cappella Improvisation

Dieser Workshop ist praxisorientiert ,Vorkenntnisse sind NICHT erforderlich! Das gemeinsame improvisierte Singen spannt einen Raum auf, der Begegnung, freudvolle musikalische Kommunikation & einen mit der Zeit „unzensierten“ Selbstausdruck ermöglicht: Aus dem Moment heraus entstehende Melodien, Geräusche & Rhythmen werden sich zu einzigartigen Musikstücken verweben. Stimmliche, körperliche & gedankliche Blockaden werden spielerisch sukzessive losgelassen, das Vertrauen in & die Freude über die eigene authentischen Aussagekraft gestärkt. Die hier gesammelten Erfahrungen sind übertragbar auf unser Auftreten & unsere Interaktion mit Menschen im Alltag.

Johanna Seiler Dipl.Pianistin, Komponistin, VocalArtist, Coach f. Stimmentfaltung & Improvisation (Kurse & Circle Song Events europaweit - an Musikhochschulen, psycholog. Instituten, als Management-Training, auf Kongressen). Langjähr. Erfahrung in u.a. Systemischer Therapie & SoundHealing.


Dein Körper in der Psychotherapie – Somatik für Psychotherapeuten

Wie hälst Du Dich, wo liegt Dein Schwepunkt, wieviel Aufmerksamkeit hast Du bei Dir während Du mit Menschen arbeitest? Im Alltag schränken wir unseren Körper ein, bewegen ihn in sozial konformen und kulturell ritualisierten Bewegunsabläufen. In  Beratung / Therapie, wo wir eine gewisse Rolle innehaben, ist diese Einschränkung  noch größer. Da Körper- & Geisteshaltung für mich jedoch ein- und demselben entspringen, schränken wir damit auch unser Potential und unsere Vielfalt ein.  Mehr Körperbewusstsein im Sinne eines (Sich -) Selbstbewusstsein und eines Zugewinn an körperlicher und innerer Freiheit ist Inhalt dieses Workshops.

Julia Lohmann bisher tätig an verschiedene psychosomatischen Kliniken (z.Z. Heiligenfeld Kliniken) und selbstständig als bewegte Psychotherapeutin, BodyMind-Coach, Tänzerin & Bewegungslehrerin. Studium in Psychologie, Ausbildung in systemischer Familientherapie & körperintegrierte Psychotherapie (GST), Klinischer Hypnose (MEI), TP (i.A. WIAP), Studium in „Tanz und Somatik“, Finnland.


Sprechende Wände - Ein Integratives Medium zur Prozessbegleitung

Sprechende Wände wurden als eine prozessbegleitende Dokumentationsform in der Pädagogik entwickelt. Auf großen Papierbögen wird die Entwicklung und Umsetzung eines Projekts entworfen, geplant und umgesetzt. Texte, Bilder, etc. stehen gleichberechtigt zueinander und eröffnen neue Wahrnehmungsmuster. Der Workshop lädt dazu ein, die Sprechende Wand als handlungsorientiertes und reflexives Medium auch in der systemischen Praxis gewinnbringend einzusetzen. Prozesse werden interaktiv begleitet, aktuelle Entwicklungen und Veränderung von Wahrnehmungsmustern lassen sich situationsgerecht kommunizieren und zeitnah integrieren. Zugleich wird durch die Gestaltung passender Symbole und Bilder eine vertiefte Wahrnehmung eigener Bedürfnisse gewährleistet. So wird die Selbstaktualisierung von Klienten und Systemen gefördert. Der Workshop bietet die Möglichkeit, eigene sprechende Wände zu einem relevanten Thema, einzeln oder in Kleingruppen, zu gestalten. Durch die Verbindung der Gestaltungs- und Kommunikationsebenen erschließt sich ein integrativer Ansatz, der verschiedene Wahrnehmungskanäle aktiv verbindet und sinnlich „sprechen lässt“.

Stefan Schäkel freiberuflicher Kunsttherapeut (Diploma und MA in Art-Psychotherapie; Berlin Weißensee & Goldsmith`s College London) und systemischer Coach (DGSF), zusätzliche Tätigkeiten als Dozent und Supervisor, HP-Psychotherapie


Drachenei und Elfenspiegel – Systemisch-musiktherapeutische Techniken für die therapeutische Praxis

Gegenstand der Psychotherapie sind vor allem psychische Symptome als Ausdruck von Ängsten und Beziehungsbedürfnissen. Angst hemmt Empathie- und Mentalisierungsfähigkeit. Das Finden von Lösungsansätzen zur Überwindung eigener, leidvoll erlebter Lebensprobleme aus dem Repertoire eigener Ressourcen und denen des Umfelds sowie der Familie wird erschwert bis unmöglich gemacht.

Im Kontext der Therapie kann Musik mit ihren Parametern Klang, Rhythmus, Melodie, Harmonie und Form den Klienten behilflich sein, über das Erleben in der Imagination und das probehandelnde Erfahren innerhalb einer Als-ob-Situation tiefgehende und überraschende Erkenntnisse zu gewinnen, um neue Lösungsansätze für leidvoll erlebte Lebensprobleme zu finden. Die Verbindung von musiktherapeutischen Techniken mit Methoden der Systemischen Therapie hat sich in der Praxis als sehr nützlich erwiesen.

In diesem Workshop werden Methoden bzw. Techniken aus dem Begegnungsfeld rezeptiver und aktiver Musiktherapie mit der Systemischen Therapie vorgestellt und vermittelt. Ihr Einsatz wird anhand konkreter Fallbeispiele aus der therapeutischen Praxis in der Arbeit mit psychosomatisch erkrankten Patienten illustriert.

Anregungen zum Weiterlernen erhalten die Teilnehmer bei der Vorstellung der Methode Guided Imagery and Music (GIM).

Gudrun Bassarak GIM-Therapeutin, Fellow of AMI (FAMI), Musiktherapeutin DmtG, Systemische Therapeutin (SG), Systemische Kinder- und Jugendlichentherapeutin (DGSF), Heilpraktikerin für Psychotherapie


Sag´s durch die Puppe! Handpuppen als kreatives Kommunikations-medium in Therapie und Beratung

Welche Rollen und Funktionen können Puppen in therapeutischen Prozessen übernehmen? Was ist ihr Mehrwert für mich selbst und die Menschen mit denen ich durch die Puppe in Kontakt trete? Was kann ich technisch-künstlerisch tun, um eine leblose Puppe zum Leben zu erwecken? Wenn diese Fragen Deine Neugier wecken, bietet der Workshop eine gute Gelegenheit, praktische Erfahrungen zu machen. Neben vielen Spielübungen wird es Raum geben für konkrete Anwendungsmöglichkeiten in individuellen beruflichen Fällen, die wir mit Hilfe von Psychodrama-Technik szenisch erproben werden. Vorerfahrungen und/oder eigene Puppen sind nicht erforderlich.

Julia Zeman ist ausgebildet in Schauspiel, Gesang und Tanz und hat viele Jahre als Bühnenkünstlerin gearbeitet. Heute ist sie Psychodramatikerin, Heilpraktikerin für Psychotherapie und unterrichtet Therapiepuppenspiel (Institut für Therapiepuppenspiel Berlin)

Buch zum Kongress von Andras Wienands

System und Körper von Andras Wienands

Interaktionen im Therapieraum bieten die Möglichkeit am aktuellen Geschehen zu arbeiten und dieses zu verändern. Der zweite „System & Körper“ Band, stellt nach dem so erfolgreichen Ersten, elf Möglichkeiten vor, den Therapieraum in einen Interaktionsraum zu verwandeln. Therapie verwandelt sich so von einem reden über Vergangenes in ein reden über aktuelles Geschehen. Dies bietet wirksame Veränderungsmöglichkeiten, da nicht erst draußen erprobt werden muss, was drinnen besprochen wurde, sondern umgehend das Neue im Bereich der Gedanken, Gefühle und Handlungen ausprobiert werden kann. Mehr Informationen unter: Verlagegruppe Vandenhoeck & Ruprecht